Vitamine für die Spermien
Mineralstoff-Mix verbessert Fruchtbarkeit
Etwa fünf Prozent aller Männer sind zeugungsunfähig. Der Grund bei vielen: Sie haben zu wenige gesunde und oft zu langsame Spermien. Vitamine und Mineralstoffe peppen gestresste Spermien aber wieder auf, wie eine neuseeländische Studie jetzt zeigt.
Vitamine verhindern Zellschäden
Marian Showell und ihre Mitarbeiter werteten Daten von 34 Studien mit 2.876 Paaren aus. Diese ließen sich aufgrund eines unerfüllten Kinderwunsches bereits mit In-vitro-Fertilisation oder Spermieninjektion behandeln. Wie die Sterilisationsdiagnostik ergab, hatten die meisten Männer zu wenig und zu langsame Spermien. Bei ihnen sollte nun geklärt werden, ob die Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen ihre Fruchtbarkeit steigert. Sie bekamen einen Cocktail aus Vitamin E, L-Carnitin, Zink und Magnesium verabreicht – alles Substanzen, die den Körper vor Zellschäden schützen. Mediziner nennen diese Stoffe daher auch Antioxidantien. Ihre Aufgabe ist es, so genannte freie Radikale im Körper abzufangen. Das wirkt nicht nur der Entstehung von Krebs entgegen, sondern bewahrt auch Spermien davor, ihre Zeugungsfähigkeit einzubüßen.
Vitamine statt In-vitro-Fertilisation
Darauf verweisen auch die Ergebnisse der aktuellen Studie: Die Chance der Frauen schwanger zu werden, erhöhte sich deutlich, wenn ihre Männer den Antioxidantien-Cocktail schluckten. Zumindest verhalf der Cocktail 964 Paare zu einer Schwangerschaft. Weitere 214 Paare der Studie brachten gesunde Kinder zur Welt. Paare mit unerfülltem Kinderwunsch profitieren also offenbar, wenn die Männer Antioxidantien einnehmen. Das erlöst sie nicht nur vom Zeugungsstress, sondern erspart ihnen möglicherweise auch kräftezehrende Prozeduren wie eine In-vitro-Fertilisation.


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